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Diabetes

Diabetes wird auch Zuckerkrankheit genannt und äußert sich durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel. Folgen eines dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegels können geschädigte Blutgefäße sein, durch die später weitere Beschwerden wie eine gestörte Durchblutung bis zu Herzinfarkt oder Schlaganfall auftreten können. Auch Nerven werden eventuell durch Diabetes mellitus geschädigt, sodass Gefühlsstörungen auftreten, bei denen der Patient nur eingeschränkt auf Schmerzauslöser, Temperatur oder Berührung reagiert.

Ursachen des Diabetes mellitus

Zellen entnehmen dem Blut Glukose (Zucker) mithilfe des körpereigenen Hormons Insulin. Beim Diabetes mellitus ist dieser Prozess auf die eine oder andere Weise gestört. Man unterscheidet Diabetes Typ 1 vom weitaus häufiger vorkommenden Typ 2.

  • Beim Typ 1 werden die Insulin produzierenden Zellen zerstört, sodass es zum Insulinmangel kommt. Hier können erbliche Faktoren eine Rolle spielen. Weiterer auslösender Faktor kann beispielsweise eine Viruserkrankung sein. Beim Typ 1 handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der körpereigene Abwehrreaktionen sich gegen den Körper selbst richten.

 

  • Beim Typ 2 kann Insulin einerseits zu langsam innerhalb des Körpers ausgeschüttet werden. Andererseits kommt es häufig zu einer Insulinresistenz. Die Reaktionsfähigkeit der Zellen auf das Insulin sinkt.

Auch beim Diabetes mellitus Typ 2 spielen erbliche Faktoren bisweilen eine Rolle. Daneben kann das Auftreten der Krankheit etwa durch falsche Ernährung, zu wenig Bewegung, Stress und Hormonstörungen begünstigt werden.

 

Diagnostik - wie erkennt man Diabetes mellitus?

Bei beiden Formen des Diabetes mellitus (Typ 1 und Typ 2) können Symptome wie häufiges Wasserlassen, Kopfschmerz, Juckreiz, Kraftlosigkeit bis hin zum gestörten Bewusstsein oder diabetischen Koma auftreten. Beim Diabetes vom Typ 1 entwickeln sich die Symptome dabei in der Regel schneller als beim Typ 2. Die Diagnostik ist nicht immer einfach, weil viele Symptome auch auf andere Krankheiten hindeuten können. Besteht der Verdacht auf Diabetes mellitus wird der behandelnde Arzt beispielsweise Blut für einen Blutzuckertest entnehmen:

  • Der Patient darf etwa vier bis acht Stunden vor der Entnahme nichts essen, keine kalorienhaltige Getränke, keinen Kaffee oder Tee zu sich nehmen und auch nicht rauchen.

 

  • Ein Blutzuckerwert im Blutplasma von mindestens 126 mg/dl ist ein deutliches Anzeichen für Diabetes mellitus.

Durch oben beschriebenes Vorgehen wird der Nüchtern-Blutzuckerwert ermittelt. Beim Zuckerbelastungstest (oraler Glukosetoleranztest) wird dem Patienten nach dem Messen des Nüchtern-Blutzuckers Traubenzucker gereicht. Etwa zwei Stunden danach wird der Blutzuckerwert erneut gemessen. Messungen müssen mehrfach durchgeführt werden, damit eine fundierte Diagnose gestellt werden kann.

 

Therapie bei Diabetes mellitus

Beim Diabetes vom Typ 1 muss die fehlende Insulinproduktion des Körpers ausgeglichen werden. Aus diesem Grund injiziert sich der Patient Insulin mit einer Spritze oder einem Pen oder nutzt alternativ eine Insulinpumpe. Beim Diabetes Typ 2 rücken oft andere Maßnahmen in den Vordergrund: eine Umstellung der Ernährung, mehr Bewegung. Begleitend dazu können den Blutzuckerspiegel senkende Tabletten helfen. Erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Krankheit wird dem Körper Insulin möglicherweise von außen zugeführt.

Ansgar Sadeghi

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