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Krebs

Krebs wird medizinisch auch als bösartige Neubildung oder bösartiger Tumor bezeichnet und einige Arten der Krankheit gehören in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Das heißt allerdings nicht, dass die Diagnose „Krebs" automatisch den Tod des Patienten bedeutet. Die Heilungschancen sind größer geworden. Laut Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums nahm die Krebssterblichkeit zwischen 1980 und 2006 um über zwanzig Prozent ab. Abhängig sind Heilungschancen etwa von der Krebsart und dem Stadium, in dem die Krankheit entdeckt wird. Der Früherkennung kommt daher hohe Bedeutung zu.

Was ist Krebs?

Beim Krebs verändern sich Körperzellen auf krankhafte Weise, sodass ein bösartiger Tumor entsteht. Ein Tumor ist eine Neubildung von Körpergewebe aufgrund einer Fehlregulation des Zellwachstums. Unterschieden werden gutartige (benigne) von bösartigen (malignen) Tumoren. Bei bösartigen Tumoren teilen sich krankhaft veränderte Zellen unkontrolliert und dringen auch in umgebendes Gewebe ein. Unter Umständen werden sie beispielsweise über das Blut innerhalb des Körpers transportiert und bilden Tochtergeschwulste, die Metastasen genannt werden.

Häufigkeit von Krebsarten

Die Häufigkeit von Krebsarten in Deutschland variiert teils zwischen den Geschlechtern. Darm- und Lungenkrebs gehören bei beiden zu den häufigsten Krebsarten. Daneben stehen Varianten wie Prostatakrebs bei Männern und Brustkrebs bei Frauen, die beim jeweils anderen Geschlecht nicht beziehungsweise viel seltener vorkommen. Eher selten auftretende Arten sind etwa Speiseröhren- und Kehlkopfkrebs.

Krebsdiagnose und Früherkennung

Mögliche Symptome: Es gibt eine Reihe von Symptomen, die auf Krebs hindeuten können. Ein blutiger Auswurf beim Husten kann ebenso zu diesen Symptomen gehören wie Blut im Stuhl, sich verändernde Hautstellen und Knoten unter der Haut, unerklärliche Gewichtsabnahme, Schmerzen, Appetitlosigkeit oder andauernde Müdigkeit. Solche Symptome KÖNNEN, MÜSSEN aber kein Zeichen für Krebs sein.

Diagnosemöglichkeiten: Besteht der Verdacht auf Krebs, sollte in jedem Fall eine ärztliche Untersuchung erfolgen. Zu den Diagnosemöglichkeiten beim Krebs gehören bildgebende Verfahren wie die Röntgenuntersuchung, daneben die Blutuntersuchung sowie die Entnahme und Analyse von Gewebeproben.

Krebsvorsorge: Grundsätzlich sind die Heilungschancen beim Krebs umso größer, je früher er erkannt wird. Aus diesem Grund ist die Krebsvorsorge durch Untersuchungen zur Früherkennung ein wichtiger Baustein für möglichst gute Heilungschancen. Die Krebsvorsorge ist gesetzlich verankert und bietet Frauen ab einem Alter von

 

  • 20 Jahren Untersuchungen der Genitalien,
  • 30 Jahren eine Brustuntersuchung zur Brustkrebsvorsorge,
  • 50 Jahren bis zum 70sten Lebensjahr eine zusätzliche Mammographie, um Brustkrebs zu erkennen.

 

Männer haben ab dem 45sten Lebensjahr das Recht auf eine Untersuchung der Prostata und des äußeren Genitales. Beide Geschlechter können ab dem 35sten Lebensjahr Hautuntersuchungen sowie ab dem 50sten Lebensjahr Untersuchungen des Rektums und übrigen Dickdarms in Anspruch nehmen. Detaillierte Auskünfte kann die jeweilige Krankenkasse geben.

Therapie

Zu den angewendeten Therapien beim Krebs gehören die Chemo-, Strahlen- und Hormontherapie. Bisweilen wird der Tumor operativ entfernt. Je nach Krebsart kann eine so genannte Antikörpertherapie greifen, bei der Krebszellen quasi gekennzeichnet und damit für das körpereigene Immunsystem angreifbar werden. Begleitend zu den genannten Maßnahmen kann die Mitgliedschaft in Selbsthilfegruppen für den Patienten sinnvoll sein. Welche Therapie individuell beim Erkrankten anzuwenden ist, lässt sich jedoch nur im Einzelfall entscheiden.

Ansgar Sadeghi

Recherche und weiterführende Informationen zum Thema Krebs:

www.ratgeber-krebs.com - neuer, umfassender Ratgeber für alle Themen rund um Krebs - Erkrankung, Diagnostik und Therapien

Deutsche Krebshilfe e.V. -  gemeinnütziger Verein, der von Krebserkrankungen Betroffene und deren Angehörige unterstützt

Elterninitiative Krebskranke Kinder - Münchener Elterninitiative betroffener Eltern, die an Krebs erkrankten Kindern und deren Angehörigen helfend zur Seite steht

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